Homepage ALG Dresden

Die Bank ...

oder Verdichtete Stadtentwicklung ... 


Homepage OB Winkler


Stadtentwicklung ist ja so eine Sache ... insbesondere die Stadtteilentwicklung. Da haben diverse Ämter bzw. die verantwortlichen Mitarbeiter zusammen mit den Besitzern der Fläche die Umgestaltung selbiger geplant und durchgeführt. So geschehen auch im Jahr 2009 bzw. die Jahre davor in der Dresdner Neustadt. Die schätzungsweise 20 mal 50 großen Fläche war zuvor eher eine Grasfläche mit mehr oder minder viel Gras und ein beliebter Ort von Menschen, die ihre Hunde Gassi führen wollten oder sich das eine oder andere Bier genehmigten. Zudem wurde sie für diverse andere Aktivitäten, wie z.B. Flohmärkten oder als Veranstaltungsort der jährlich stattfindenden BRN (Bunte Republik Neustadt) genutzt.

Und was entstand nach mehreren Monaten Planung und Bau? Nach wahrscheinlich Dutzenden Vorschlägen, Anmerkungen, Kritiken, Änderungen, und "alles-wieder-von-vorn"?

Einen Ausschnitt seht ihr unten auf den Bildern. Mein Auge fiel immer wieder auf die Bänke oder was auch immer es nun konkret sein sollte. Ich fragte mich häufiger beim Vorbeigehen, wer die Bänke so geplant und letztlich auch umgesetzt hat. Sie erinnerten mich mitunter eher an Parkböller, die verhindern sollten, dass Fahrzeuge die Fläche belegen könnten.

Nun, sei es wie es sei ... ein paar Monate später brachte ich meine Gedanken, die zu keinem befriedigendem Ergebnis führten, in einem Gedicht unter ... welches ihr hier veröffentlicht seht. Wer Interesse hat, kann auch auf die PDF-Version zugreifen.

Wer sich eine mit dem Geiger und Bratscher Gabriel Krappmann (Homepage) vertonte Version des Gedichts anhören möchte, hört am besten hier rein: Die Bank (2:58 min, 96 kbps). 

Alles in allem wünsche ich bzw. wir viel(e) Freu(n)de beim Lesen (sozusagen im "Zick-zack" durch die Strophen) und Hören ... achja, und eventuellem Sitzen ;)
 

Die Bank


Ich seh’ sie an,
sie schaut zurück,
mich draufzusetzen,
verspricht kein Glück.


Der Konstrukteur,
der das gemacht,
keine Ahnung,
was er sich gedacht.


’Ne schöne Bank,
wie ich sie denke,
macht mir das Sitzen
zum Geschenke.


Und setz’ ich mich
auf weiches Holz,
so macht es sie
vielleicht auch stolz.


Sie freut sich dann,
weil Stück für Stück,
sie vielen Menschen
bringt so Glück.


Und seh’ ich sie,
so treibt’s mich fort,
Oh nein, hier …
ist kein schöner Ort.


Lieb- und leblos ist’s,
tagein, tagaus,
Ich frag’ mich: sieht so …
moderne Planung aus?

 





’Ne Parkbank ist’s,
eine zum Sitzen,
mit vielen Kanten,
Ecken, Spitzen.


Brutal sie wirkt,
ich „muss“ es sagen,
will weit’re Worte
auch noch wagen.


Sie lädt mich ein,
ihr Gast zu sein,
für ein’ge Minuten,
kurz, aber fein.


Ich nutze sie,
weil sie es mag,
mal in der Nacht,
zumeist am Tag.


Doch die Bank hier,
sie leidet sehr,
vertreibt den Menschen
mehr und mehr.


Ob im Sommer
oder auch im Winter,
ist das ein Platz
für kleine Kinder?

 

Drum scheint’s mir sinnvoll,
wenn man sich traut
und einfach
schön’re Bänke baut.
 

PDF-Version des Gedichts





Anlage Alaunstraße/Ecke Böhmische Straße
Dresden – Stadtteil Äußere Neustadt
September 2009
 





Lageplan der "Bänke"
(Größere Karte bei Klick darauf)

Quelle: http://stadtplan.dresden.de/


 

Seite erstellt von der ALG Dresden, Stand: 02. Februar 2010