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Seit ca. 100 Jahren
ist den Deutschen das Spiel "Mensch ärgere dich nicht" bekannt. Ein
gewisser Josef Friedrich Schmidt soll es - laut Wikipedia - Anfang des
20. Jahrhunderts in seiner heutigen Form erfunden haben. Die Vermarktung
wurde - tragischerweise ? - durch den 1. Weltkrieg angekurbelt. Schmidt
hatte 3000 Exemplare an Lazarette geschickt, dass sich die Soldaten dort
mit dem Spiel die Zeit vertreiben könnten. Die Strategie ging nicht nur
auf, sondern war überaus erfolgreich, so dass bis heute ca. 70 Millionen
Spielexemplare verkauft worden sind und es sich mittlerweile sogar in
Turnierform etabliert hat.
Doch seit 100 Jahren
findet man genügend Menschen, die sich trotz des Titel "Mensch ärgere
dich nicht" trotzdem (oder genau deshalb ?) ärgern. Die Agentur
für L(i)ebenswerte Globalisierung Dresden meint daher, dass es Zeit
für ein Umdenken ist. Das Spielfeld wurde in seiner Form verändert, die
Schlagregeln sozusagen umgekehrt sowie etwas komplexer gestaltet und das
ganze kann auch gern - wie im vorliegenden Spielfeld - mit einem
stadtpolitischen Thema verbunden werden. Wir leben schließlich im 21.
Jahrhundert und nachdem das 20. Jahrhundert insbesondere für die
Deutschen ein Jahrhundert diversen Ärgers war, ist es Zeit für Freude,
oder?
Insofern heißt es
MENSCH FREU' DICH ...
Die veränderte
Spielfeldform und modifizierten Spielregeln seien noch einmal etwas
näher erläutert:
1. Die
Spielfeldform
Im Leben
beginnen alle Menschen von verschiedenen Standpunkten aus und begegnen
sich mehr oder minder häufig. Die wenigsten laufen sich hinterher - wie
bei einem runden Spielfeld -, sondern man begegnet sich und geht dann
wieder seine Wege. Am besten ist es, wenn man sich von vorn begegnet und
nicht wie beim "Mensch-ärger-dich-nicht"-Spiel ständig unter
"Verfolgungswahn" leidet.
Deshalb wurde das Spielfeld rechteckig konzipiert. Die vier Teams
beginnen jeweils links-oben, rechts-oben bzw. links-unten und
rechts-unten. Das Ziel befindet sich am jeweils anderen Eckpunkt.
2. Das Schlagen
... was eigentlich keines mehr ist
Mensch ärger
dich nicht ist wahrlich kein friedliches Spiel. Ständig ist man quasi
"von hinten" in Gefahr und wenn man hinterrücks von einem gegnerischen
Stein geschlagen wird, fängt man sozusagen wieder bei Null an. In den
USA heißt das Spiel dann auch ehrlicherweise "Frustration", denn
genau das spürt man ja eigentlich meistens im Falle eines
Geschlagenenwerdens, oder?
Doch damit hat es nun ein Ende ... denn "der Geschlagene" darf weiter
vorrücken und "der Schläger" muss einige Felder zurück. Wieviele Felder
erklärt der folgende Punkt "Schwierigkeitsgrad" ...
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Spielfeld
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1,2 MB 1,8 MB)
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430 kB 740 kB)
Spielanleitung
(PDF,
120 kB)
Alles, was ihr sonst noch
braucht, sind: - vier mal drei Spielsteine
(oder etwas ähnliches)
- einen Würfel.
Viel(e) Freu(n)de
beim Spielen.
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3.
Schwierigkeitsgrad
"Mensch ärger
dich nicht" wurde ursprünglich vom indischen Spiel
Pachisi
abgeleitet, welches wiederum auf das ebenso aus Indien stammende Spiel
Chaupur zurückgeht und dieses wiederum auf ein Spiel koreanischen
Ursprungs namens
Yut. Die
Wurzeln all dieser Spiele befinden sich im 3. und 4. Jahrhundert.
Im Laufe der 17. & 18. Jahrhunderts eroberte - laut Wikipedia - die
asiatische Spielkunst Europa; zumeist mit stark vereinfachten Regeln.
Und im 20. Jahrhundert erfand dann eben jener - schon erwähnte - Josef
Friedrich Schmidt das heute noch bekannte "Mensch, ärger dich nicht" ...
mit wirklich sehr simplen Regeln, welche sich wohl in "Alle bewegen
sich im Kreis und versuchen nach Hause zu kommen." und "Wer Pech
hat und von hinten (er)schlagen wird, fängt nochmals an."
zusammengefasst werden könnten.
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Da ist "Mensch freu
dich" etwas komplexer, wenn auch keineswegs vergleichbar mit den
Ursprüngen asiatischer Spielkunst. Kurz gesagt: man fliegt nicht raus,
wenn man geschlagen wird, sondern setzt das Querprodukt
der Ziffer des Feldes, auf dem man gerade steht, an Feldern vor. Der
"Schläger" hingegen, setzt seinen Stein zurück und zwar die
Quersumme der Ziffer des Feldes, auf dem er gerade steht, an
Feldern.
Klingt komplizierter
als es ist ... Nehmen wir einfach mal den Fall an, dass ein
roter
Baustein (47) auf das
nebenstehende (Beispiel)Feld kommt, wo bereits ein
grauer Baustein
(43)
steht. Folglich setzt Rot 4+7, also 11 Felder zurück und landet auf der
roten "36" und Grau setzt 4*3, also
12 Felder vor und darf somit auf das Feld mit der grauen "55".
Gewonnen hat das
Team, welches zuerst alle drei Spielsteine über die "69" ins jeweilige
Ziel gebracht hat. |

Bei Klick auf Graphik
-> Rechenhilfe für Quersummen und Querprodukte |
In diesem Sinne, viel
Spaß beim Würfeln und Spielen wünschen die ALG Dresden und
Michael Winkler.
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Wodurch wurde die Spielidee inspiriert?
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Das Spiel "Mensch freu'
dich" kann völlig ohne politischen Inhalt gespielt werden; dazu ist es
erfunden worden. Erfunden heißt in diesem Fall: inspiriert durch die
Ideen einer 9jährigen Anwohnerin des Grundstückes Kamenzer Straße 24-28
in Dresden (OT Äußere Neustadt).
Sie hatte mit ihrer
Familie und ihren Freunden einen Teil ihrer Kindheit auf der ehemaligen
Freifläche, genutzt als Spielplatz und Treffpunkt verbracht und hat
miterlebt, wie zunächst im Sommer und Herbst 2007 Bagger die ehemalige
Freifläche beräumten. Ein Jahr lang wurde an dem Wohn- und Geschäftshaus
mit Tiefgarage, Supermarkt und integrierter Kindertagesstätte gebaut,
bis diese Gebäude im Dezember 2008 eingeweiht wurde.
Einen 14-minütigen
Kurzfilm zu den Hintergründen kann man über die Internetseite
www.oase-derfilm.de
finden.
Inspiriert wurde das
Spiel zudem von der Idee, die verschiedenen Parteien, auf dem
derzeitigen Spielfeld mit "Oase", "Tiefgarage", "Supermarkt" und "KITA"
bezeichnet, sozusagen spielerisch zusammenzubringen.
Ob dies gelingen wird,
mag wohl nur die Zeit entscheiden ...
Nicht zuletzt möchte die
ALG Dresden auch der Stadt Dresden danken, die in einem
Dankesbrief - auf Reaktion bzgl. der Überreichung des
Dresden-Würfelspiels zum Brücken-Tunnel-Welterbe-Konflikt - der ALG
Dresden "weiterhin originelle Ideen und viel Erfolg" wünschte. Diese
Wünsche wurden erhört und erfüllt ... |
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Des Weiteren gab es natürlich noch einige "Prominente",
die Wahres und Nachdenkenswertes gesagt haben ...
hier ein Auszug: |
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Was ist Freude, und wann ist man froh?
Wenn man sich selbst in Wahrheit gegenwärtig ist.
Daß man ist, heute ist, das ist Freude.
Søren Aabye Kierkegaard
(1813 - 1855, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller)
Die
Freude am Kleinen ist die schwerste Freude,
denn es gehört ein großes Herz dazu.
Deutsches Sprichwort
gefunden unter
www.aphorismen.de
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Briefe, Pressemitteilungen,
Presse-Echo & Interviews etc.
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Mit
anderen Worten: alles kann unter Verwendung der Quellenangabe frei -
jedoch nicht kommerziell - genutzt werden.
Kontakt
Agentur für L(i)ebenswerte
Globalisierung Dresden
c/o Michael Winkler
Förstereistraße 13a
01099 Dresden
Germany
Telefon: +49 (0) 351 8107099
e-Mail:
michael_winkler(at)gmx.net
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Seite erstellt von der ALG Dresden,
Stand: 07. Oktober 2008, letztmalig aktualisiert am 04.11.2008 |