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Dresdner der Woche

 
 

Die Stadt Dresden feierte im Jahr 2006 bekanntlich ihr 800jährigen Jubiläum. Die "Agentur für L(i)ebenswerte Globalisierung Dresden" hält es daher für sinnvoll, Euch diese wunderschöne Stadt, die auch "Elbflorenz" genannt wird, etwas näher vorzustellen. Die schönen Touristenfotos schaut Ihr Euch besser unter www.dresden.de an. Auf diesen Seiten findet Ihr das "wahre Dresden" - welches Ihr in keinem Hochglanzjournal, keiner Fernsehsendung oder sonst irgendwo findet. Der Dresdner als solcher ist nämlich gar nicht so wie wir immer denken - er kann und ist viel mehr. Und genau dafür ist die Rubrik "Dresdner der Woche" da ...

Noch etwas ... es dürfte bereits irgendwie klar geworden sein, dass in Dresden einiges anders läuft als in anderen Städten (auch wenn sich hier vieles genau so abspielt wie überall sonst auf der Welt auch). Daher kann eine Dresdner Woche auch mal ein paar Tage mehr haben. Es kann also unter Umständen passieren, dass es nicht jede Woche einen "Dresdner der Woche" gibt ... manchmal dafür aber auch gleich zwei.
 

Veröffentlicht am 22.01.2009

Links, rechts, links, rechts ...
Glascontainer auf der Sebnitzer Straße, DD-Neustadt

Auch sogenannte Linke müssen nicht immer ganz so fit in Orthographie sein.

Fotografiert von einem L(i)ebenswerten Globalisierer im Sommer 2008.


Mit der deutschen Rechtschreibung ist das ja so eine Sache. Wer stolperte nicht schon vor der Rechtschreibereform über so manche Regel oder deren Ausnahme. Irren ist menschlich und eine Lese-Rechtschreibeschwäche, im Fachchinesisch "Legasthenie" oder "Dyslexia" im Englischen genannt, ebenso. Und wer möchte entscheiden, ob sich durch die Legastheniker nicht auch die Sprache weiterentwickelt.

Cher, Whoopie Goldberg, Napoleon, Multimilliardär und "Virgin Records"-Begründer Richard Branson (Liste) sind nur einige Beispiele von Menschen, die auch mit dieser kleinen menschlichen Schwäche einiges recht Passables in die Welt gebracht haben. Mögen sich Kulturkritiker und Historiker darüber streiten, ob es nun "gut" oder "schlecht" war bzw. ist.

Und so könnten auch einige - vermutlich linke, pseudo-linke, autonome oder alternative (man möge sie nennen, wie man gern möchte) - Zeitgenossen gedacht haben, dass ihr Beitrag (siehe Bild links) die deutsche Sprache voran bringen könnte. Aus "offiziell" wurde wahrscheinlich in der Eile "offiziel" und aus "Station" wurde "Stadion".

Was wir nicht wissen, ob sich da nicht die sog. Rechten, ganz gleich ob sie nun national gesinnt, nationalistisch denkend oder faschistisch agierend sind, nicht sozusagen ins "rechte Fäustschen" lachen, wenn sie die Witze ihrer vermeintlichen Kampfgegner sehen. Eigentlich brauchen sie auch gar nichts tun, denn einige Teile der sog. Linken schießen sich mitunter derart große Eigentore, dass man sich fragen mag: 'Wer unterstützt hier eigentlich wen?'

Alles in allem bleibt da wohl nur eines zu wünschen übrig: mögen sich linke und rechte einfach mal zu gemeinsamen Rechtschreibung-&-Orthographie-Tandem-Kursen zusammenfinden, in denen beide Lager sich gegenseitig helfen. Ob das nun offiziell abläuft oder geheim oder in einem Stadion oder in der Kneipe kann man ja bei einem Bier der Marke Sternburger besprechen.

In diesem Sinne "Rechtschreibung Heil" ... und allen alles Gute für 2009 wünscht die ALG Dresden.

Veröffentlicht am 16.12.2007

Textilladen - ???
im EDEKA-Supermarkt an der Heeresbäckerei

Axel's Shirt für nich' ma' 8 Euro ... Dresden im SSV-Fieber

Fotografiert von einem L(i)ebenswerten Globalisierer im Sommer 2007.


Gewiefte Händler wissen, dass sie eine persönliche Beziehung zum Kunden herstellen müssen, um ihre Ware an Frauen und Männer zu bringen. Genau das tat im August 2007 auch ein pfiffiger Dresdner Textilhändler Hans Grube in der Nähe der früheren Heeresbäckerei. Er spezialisierte sich auf Namenstextilwaren, wie dem "Axelshirt". Genauestens abgestimmt auf Männer, die auf den Namen "Axel" hören, gelangte dieser Renner der diesjährigen Sommersaison für nur 7,99 € in seinen Laden.

Wie die Gerüchteküche kolportierte war er damit wesentlich erfolgreicher als der Gemüsehändler nebenan, der Koriander unter der Bezeichnung "Peter Silie" anzubieten versuchte.

Für den SSV 2008 plant Hans Grube mit seiner Frau Claire, Boxer Axel Schulz für eine Werbekampagne zu verpflichten. Schulz wird - wenn es nach den Plänen der Grubes geht - einen ganzen Tag mit angespannten Muskeln vor dem Textilladen der Grubes an der Dresdner Heeresbäckerei stehen und lächeln. Möglicherweise werden zu diesem Event auch die Prinzen und Gunter Emmerlich kommen und sich ein Wettsaufen in Form einer Bierstaffel liefern. Bisher ist allerdings noch unklar, ob die Prinzen und Emmerlich auch 2008 noch für die selbe Biermarke werben werden.

Ganz gleich, was das neue Jahr bringen mag ... wir sind jedenfalls gespannt.

 

Veröffentlicht am 08.04.2007

ÖZ NEMRUT
Döner- & Dürüm-Bude in Dresden-Neustadt

Döner dreif druu ...
Die Dresdner Kebab Connection - Türkisch meets Englisch meets
Sachsen

Fotografiert von einem L(i)ebenswerten Globalisierer im Frühjahr 2006.

 

Trotz "Gammelfleisch-Skandal" - wer auch immer dahinter stecken mochte (?!) - bleibt der Döner einer, wenn nicht gar der beliebteste Fast-Food-Snack in Deutschland ... eine Branche mit einem jährlichen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro, Tendenz steigend.

Auch wenn die Fleischprodukte den berühmt-berüchtigten Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat  (E621) enthält, geht das große "Döner-(Fr)Essen" weiter.

Und was die Konkurrenten aus Übersee können, kann ein Dönerladen schon lange: erst der Snack, dann Eiskrem, dann der "drive" ... irgendwann fahren die Kunden beim Burgerladen wirklich nur noch durch und halten woanders an, z.B. beim Dönerladen.

 

Ob die Dönerläden allerdings auch über solch große finanzielle Rückendeckung verfügen wie der Fast-Fooder mit dem großen "M", dass sie zu einem der größten Kunden von Satellitenbilddaten gehören, bleibt anzuzweifeln. Während letztgenannter dies angeblich tut, um die besten Standorte für seine Filialen zu suchen, wird es beim Dönerladen wohl eher so laufen, dass er sucht, wo etwas frei ist und ob seine Versorger nicht so weit weg sind.

 

Übrigens ... alle, wenn auch nicht restlich alle Dönerläden des Landes findet Ihr unter www.doener365.de ...

Über Öz "drive" Nemruts Etablisment, welcher sich in der Nähe des Kinos "Schauburg" befindet, erfahrt ihr hier mehr.

 

Veröffentlicht am 26.06.2006

HEINZ F.
(Dresdner Straßenbahn- und Busfahrer)




Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (kurz DVB) lässt sich immer mal etwas Neues einfallen. So auch im Herbst 2003, als man eine Linie "9/11" einrichtete. Zusammenhänge zu den Terroranschlägen in den USA zwei Jahre zuvor können nicht nachgewiesen werden, auch wenn eine US-amerikanische Investmentgesellschaft für Immobilien mit dem bezeichnenden Titel Fortress (deutsche Homepage) im Frühjahr 2006 durch den Kauf von 47.000 Wohnungen zum Vermieter für jeden fünften Dresdner wurde.

Fotografiert von einem L(i)ebenswerten Globalisierer im November 2003.

Heinz F. (Name von der ALG-Redaktion erfunden) hat nicht nur den „längsten (Straßenbahnwagen) der Welt“ (siehe auch hier), nein, er ist auch bekannt für sein mitunter überaus großes Ego. Er ist es schließlich, der bei strömenden Regen oder 15 Grad Kälte entscheidet, ob er den heraneilenden Fahrgast noch mitnimmt oder nicht. Er ist der Herr des Knopfes.
Heinz F. hat es in der sonst so entspannt wirkenden Stadt Dresden erstaunlich oft eilig und dies bekam auch ein
l(i)ebenswerter Globalisierer zu spüren, weil er eines vergessen hatte: Heinz F. ist pünktlich – immer; auch wenn er sowieso schon 5 Minuten zu spät ist. So hatte der
l(i)ebenswerte Globalisierer (bzw. l(i)ebenswert Globalisierte) mit anderen Fahrgästen einem Rollstuhlfahrer aus der Bahn geholfen und es anschließend nicht mehr geschafft, selbst in diese Bahn einzusteigen. Heinz F. kann bei der übergroßen Länge seines Untersatzes offenbar einfach nicht mehr nach hinten schauen. Er folgt dem „Zahn der Zeit“ und schaut lieber nur noch vorwärts.
Doch muss man sich auch in die Lage von Heinz F. versetzen können. Er hat kaum Abwechslung – seine Routen legen andere fest; er fährt tagein tagaus immer dieselbe Strecke, vielleicht auch immer dieselben Menschen. Er hat immer Vorfahrt, kann sie niemanden nehmen und kann niemanden überholen. Die Straßenbahn hat ihn „entmannt“. Er ist quasi ein „kastrierter männlicher Verkehrsteilnehmer“. Er hat den größten, den längsten, kann ihn aber nicht ausfahren. Welch menschliches Drama! Die Macht über den Türschließknopf ist das letzte Stück Ego, was an seinem Arbeitsplatz noch verblieben ist. Hier kann er zeigen, was er drauf hat und er tut es, wenn er sich nicht bremsen kann.

Die Agentur für L(i)ebenswerte Globalisierung Dresden bedankt sich bei allen DVB-MitarbeiterInnen, die ihrem Mitarbeiter Heinz F. etwas mehr Mitgefühl und Geduld vorleben können.
 

 

Veröffentlicht am 10.05.2006

INTERNATIONALER IMBISS I²
(Bahnhof Dresden-Neustadt)

 

Trinkt soviel Kaffee, wie Ihr wollt ... und könnt 

Fotografiert von einem L(i)ebenswerten Globalisierer im April 2006. 

Dresden und Sachsen sind bekannt für ihren "Kaffee-Sachsen" ... angeblich soll die Einführung des Kaffees im 18. Jahrhundert dazu geführt haben, dass auch das Bier erlaubt wurde, da das Volk plötzlich zu aufrührerisch wurde. Die beruhigende Wirkung des Hopfensaftes hält offenbar auch mehr als 200 Jahre später noch an. Sachsen ist jedenfalls - abgesehen von ein paar Anhängern aus dem "ganz rechten" und dem "ganz linken" Lager sowie dem Krieg in unser aller Köpfen - scheinbar "befriedet".
Der Besitzer der Imbisskette "Internationaler Imbiss I²" am Bahnhof Dresden-Neustadt möchte diese scheinbare Ruhe (Ist es die Ruhe vor dem Sturm???) offenbar auflösen und bietet "Endlos-Kaffee" an. Für schlappe 2,25 € könnt Ihr soviel (vermutlich) Filterkaffee in Euch hineinpumpen wie Euer Herz hergibt. Bezahlt besser vorher, denn möglicherweise zittern Euch die Hände nach einer Stunde so sehr, dass Ihr Mühe haben werdet Euer Portemonnaie festzuhalten.
Wer es dann möglicherweise nötig hat, die Toilette des Neustädter Bahnhofs benutzen zu wollen (2 Liter Kaffee bahnen sich irgendwann ihren Weg - ganz sicher), der sollte wissen, dass der Toilettenpächter nach eigenen Angaben monatlich 3000 € Pacht an die Deutsche Bahn zahlen muss und daher seine Preise etwas an den (Sanitär-)Markt anpasste (beinahe hätte ich "anpisste" geschrieben). Für stolze 90 Cent, wobei nicht immer Personal zum Wechseln da ist, kann man die Bahnhofstoilette sooft benutzen wie man möchte - vorausgesetzt man bleibt in die gesamte Zeit im Sanitärbereich. Ob der Betreiber der Bahnhofstoilette mit dem der Endlos-Kaffee-Snackbar einen Deal laufen hat, konnte die ALG-Dresden-Redaktion noch nicht herausbekommen.

 

 

Veröffentlicht am 31.03.2006

PARFÜMERIE TASSILO LANGNER
(Filiale Dresden-Neustadt, Louisenstraße)

Besser riechen und Make-Up auf dem Fußballfeld ...
D
er Dresdner "Parfümierer" weiß, was Frauen wünschen.

Fotografiert von einem L(i)ebenswerten Globalisierer im Februar/März 2006.

Dresden und seine Fußballfans ... zwei Dinge, die offenbar zusammengehören wie Mozart und Kugel. So ließ sich ein findiger Parfümerieinhaber in der Äußeren Neustadt Dresdens etwas Neckisches für eine schwer zu übersehbare Zielgruppe einfallen: den Dresdner Dynamofan (im angetrunkenen Zustand sagen viele Mitglieder dieser Zielgruppe meist nur noch "Nnnamo"). Wer also ein "erkennbarer Dynamo-Fan" ist, bekommt 3% Rabatt auf seine Einkaufsware. Der Lippenstift für den echten Dynamofan, das Rasierwasser für die Dame etc. etc. - so macht Shoppen wieder Spaß ... und Sinn. Denn wodurch entsteht Aggression? ... ganz bestimmt nicht durch gute Gerüche, oder?
Ob die Parfümerie von Tassilo Langner an diesem Tage geschlossen hatte, weil Dynamo Dresden momentan auf einem Abstiegsplatz in der 2. Bundesliga rangiert, weiß die ALG-Redaktion nicht. Jedenfalls begrüßt die "Agentur für L(i)ebenswerte Globalisierung Dresden" die Aktion "Make Duft, not Raketenschießen" aufs Energischste ... Weiter so!

 

 

Veröffentlicht am 21.03.2006

WIENER FEINBÄCKEREI HEBERER
(Filiale Dresden-Neustadt, Bautzner Str./ Ecke Alaunstraße)

Steh' oder geh' - der gemeine Dresdner Bäcker ist ein Witzbold ...
und kann mehrere Fremdsprachen gleichzeitig
... falsch verwenden

Erlebt und fotografiert von einem L(i)ebenswerten Globalisierer im Januar 2006.

Berühmt sind die Dresdner u.a. für ihre Backkunst. Daher gibt es auch viele Bäcker hier. Aber auch der Dresdner Bäcker möchte dem Ruf der Globalisierung gern folgen und somit bietet er in seiner Bäckerei nicht nur Backwaren, sondern auch Flüssiges, z.B. Kaffee, an. Und da man den mitnehmen kann, wenn man will, heißt das dann bei diesem Bäcker in der Dresdner Neustadt, Bautzner Straße/ Ecke Alaunstraße „Cafe to go“. Als ich auf dem Weg zum Skifahren (in die ca. 20-Straßenbahn-Minuten entfernte Dresdner Heide) war, hörte ich eine ältere Dame zu ihrem Mann sagen: „Cafe to go … soll das heißen, dass man wieder gehen soll?“ Erst da wurde ich auf dieses Schild aufmerksam. Beim Aussteigen sprach ich beide an und sagte, dass ich das wirklich witzig finden würde, denn im Prinzip waren in diesem Schild gleich mehrere Fehler enthalten. Wenn es französisch sein sollte, dann hätte es „Café“ heißen müssen, was aber nicht sehr sinnvoll ist, denn keiner will das ganze Café samt Stehtischen und Theke mitnehmen, sondern nur seinen Kaffee. Also, hätte es „Coffee“ heißen müssen. Beim nächsten Mal auf dem Weg in die Heide, ging ich in den Laden, um an der Theke auf den Lapsus hinzuweisen. „Zufälligerweise“ war der Chef da … ich erzählte ihm den Hintergrund und er antwortete selbstsicher nur „Naja, das sehen sicher nur Sie so …“. Ebenso „zufällig“ kam meine frühere Nachbarin, des Englischen wahrscheinlich etwas mächtiger als der „Bäckermeister“ und sie bestätigte den Fehler. Der Bäckermeister lächelte. Ich auch … und ging Ski fahren. Beim nächsten, also dritten, Mal fiel mir dann noch auf, dass wenig neben dem „Cafe to go“ das Wort „Steh-Cafe“ (ebenfalls ohne Accent d’Aigu über dem „e“) steht. Ich fasse also zusammen: ein Steh-Café, das man mitnehmen oder wo man drin gehen kann. Na, wenn das kein Auftakt zum Jahrhundert-Jubiläum ist ...